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BBK-Empfehlung: Was Notfallvorsorge zu Hause wirklich bedeutet

2 Min. Lesezeit

Zehn Tage Vorrat, 72 Stunden, Notgepäck, Notvorrat – die Begriffe gehen oft durcheinander. Hier steht, was das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe tatsächlich empfiehlt, und was davon wirklich zählt.

Kurz gesagt

  • Das BBK empfiehlt, sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können – aber: schon drei Tage helfen viel.
  • Wasser: 1,5 Liter zum Trinken plus 0,5 Liter zum Kochen, pro Person und Tag.
  • Zusätzlich ein Notgepäck: ein Rucksack pro Person für die ersten Tage außer Haus.
  • Die EU-Kommission empfiehlt seit März 2025 Vorräte für mindestens 72 Stunden.

Zehn Tage oder drei?

Auf seiner Seite zum Bevorraten schreibt das BBK: Sie sollten sich möglichst zehn Tage selbst versorgen können – aber auch ein Vorrat für mindestens drei Tage hilft schon viel. Zehn Tage sind das Ziel, drei Tage der sinnvolle Anfang.

Die EU-Kommission hat am 26. März 2025 mit ihrer Strategie für eine Union der Krisenvorsorge dieselbe Untergrenze gesetzt: essenzielle Vorräte für mindestens 72 Stunden. Wer drei Tage schafft, erfüllt also die europäische Empfehlung und hat die erste Etappe der BBK-Empfehlung erreicht.

Wasser: die wichtigste Zahl

Ein Erwachsener braucht laut BBK mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag; wer kochen will, plant 0,5 Liter zusätzlich ein. Das ergibt 2 Liter pro Person und Tag:

Wasservorrat nach BBK-Rechnung
Haushalt3 Tage10 Tage
1 Person6 Liter20 Liter
2 Personen12 Liter40 Liter
4 Personen24 Liter80 Liter

Wie Sie das lagern und was Sie bei Haustieren und Hygiene bedenken sollten, steht in Wasservorrat: wie viel Wasser.

Notgepäck: der Rucksack für unterwegs

Neben dem Vorrat zu Hause empfiehlt das BBK ein Notgepäck für den Fall, dass Sie das Haus verlassen müssen. Die Grundregel: für jedes Familienmitglied nicht mehr, als in einen Rucksack passt. Hinein gehören unter anderem persönliche Medikamente, Erste-Hilfe-Material, ein Batterieradio, Verpflegung für zwei Tage, eine Trinkflasche, eine Taschenlampe, Schlafsack oder Decke, wetterfeste Kleidung, Hygieneartikel, eine FFP2-Maske und die Dokumentenmappe.

Die vollständige Liste zum Abhaken finden Sie in der Notfallrucksack-Checkliste. Wie sich Rucksack und Vorrat ergänzen, erklären wir in Notgepäck oder Notvorrat.

Die Dokumentenmappe

Das BBK rät, wichtige Unterlagen gebündelt und griffbereit aufzubewahren: Familienurkunden, Versicherungspolicen, Kontoverträge, Renten- und Einkommensnachweise, Zeugnisse, Mietverträge. Im Notgepäck reichen Kopien in einer wasserdichten Hülle.

So kommen Sie ins Handeln

  1. Drei Tage Wasser einlagern: 6 Liter pro Person. Danach schrittweise Richtung zehn Tage.
  2. Einen Notfallrucksack pro Person packen und an einen festen Platz stellen.
  3. Mit allen im Haushalt klären, wo alles steht und wie Sie sich ohne Handynetz erreichen.

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Auf dieser Website wird nie eine Zahlung verlangt.

Quellen

  1. BBK — Bevorraten
  2. BBK — Notgepäck
  3. Europäische Kommission — Strategie für eine Union der Krisenvorsorge (26. März 2025)