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Notfallrucksack-Checkliste: Was muss rein?

3 Min. Lesezeit

Ein Notfallrucksack hat nichts mit Weltuntergang zu tun. Er hilft, die ersten Tage einer ganz normalen Störung zu überbrücken – Sturm, längerer Stromausfall, vorsorgliche Evakuierung –, ohne improvisieren zu müssen. Das gehört hinein, und das nicht.

Kurz gesagt

  • Die EU empfiehlt, sich mindestens 72 Stunden selbst versorgen zu können.
  • Das Wichtigste: Wasser, Essen ohne Kochen, Licht, Radio, Erste Hilfe, Medikamente, Dokumente und etwas Bargeld.
  • Ein Rucksack pro Person, griffbereit an der Tür – so rät es auch das BBK.
  • Der Wasservorrat bleibt zu Hause: drei Tage wiegen etwa 6 kg pro Person.
  • Zweimal im Jahr prüfen: Medikamente, Haltbarkeit, Batterien.

Wofür ein Notfallrucksack da ist

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) beschreibt das Notgepäck als Hilfe, um „die ersten Tage außer Haus“ zurechtzukommen – etwa bei einer Evakuierung. Die EU-Kommission hat im März 2025 alle Haushalte aufgerufen, Vorräte für mindestens 72 Stunden bereitzuhalten.

Der Rucksack ist für den Fall gedacht, dass Sie schnell los müssen. Bleiben Sie zu Hause, ist er der geordnete Kern Ihrer Vorsorge. Den Unterschied zum Vorrat erklären wir in Notgepäck oder Notvorrat.

Die Checkliste

Die Liste folgt der BBK-Empfehlung zum Notgepäck und ergänzt sie um Punkte aus dem französischen Regierungsratgeber Tous responsables. Passen Sie die Mengen an Ihren Haushalt an.

Wasser

  • Trinkflasche – der Wasservorrat (2 Liter pro Person und Tag) bleibt zu Hause
  • Faltkanister zum Nachfüllen
  • Entkeimungstabletten oder ein kompakter Filter als Reserve

Verpflegung

  • Verpflegung für 2 Tage in staubdichter Verpackung, die nicht gekocht werden muss
  • Besteck, Dosenöffner, Taschenmesser
  • Babynahrung oder Tierfutter, falls nötig

Licht und Strom

  • Taschen- oder Stirnlampe mit Ersatzbatterien
  • Geladene Powerbank und Ladekabel
  • Streichhölzer oder Feuerzeug

Information

  • Batterie- oder Kurbelradio mit Ersatzbatterien
  • Wichtige Telefonnummern auf Papier

Gesundheit

  • Erste-Hilfe-Material
  • Persönliche Medikamente für einige Tage und Rezeptkopien
  • Ersatzbrille
  • FFP2-Masken, Seife oder Desinfektionsgel

Wärme und Wetterschutz

  • Kleidung nach dem Zwiebelprinzip, Mütze und Arbeitshandschuhe
  • Regenjacke und feste, wetterfeste Schuhe
  • Schlafsack oder Decke, Rettungsdecke

Dokumente und Geld

  • Dokumentenmappe mit Kopien wichtiger Unterlagen, wasserdicht verpackt
  • Etwas Bargeld in kleinen Scheinen – Kartenzahlung und Automaten können ausfallen
  • Ersatzschlüssel für Wohnung und Auto

Werkzeug und Persönliches

  • Multitool, Klebeband und Schnur
  • Trillerpfeife
  • Hygieneartikel für einige Tage
  • Etwas zum Zeitvertreib: Buch, Kartenspiel
  • Für Kinder: Brustbeutel oder SOS-Kapsel mit Name, Geburtsdatum und Anschrift

So packen Sie richtig

  • Ein Rucksack pro Person. Die BBK-Grundregel: für jedes Familienmitglied nicht mehr, als in einen Rucksack passt. Mit Rucksack haben Sie beide Hände frei.
  • Nach Zweck sortieren, in kleinen Beuteln: Licht, Erste Hilfe, Essen, Dokumente. Im Dunkeln wollen Sie die Lampe finden, ohne alles auszuräumen.
  • Schweres nah am Rücken, Leichtes und Sperriges oben.
  • Dokumente wasserdicht verpacken, nie lose.
  • Griffbereit lagern, an einem Ort, den alle im Haushalt kennen.

Was nicht in den Rucksack gehört

Der Wasservorrat. Das BBK rechnet mit 1,5 Litern zum Trinken plus 0,5 Litern zum Kochen pro Person und Tag. Für drei Tage sind das 6 kg pro Person, bevor irgendetwas anderes im Rucksack ist. Mit auf den Weg gehen eine Trinkflasche und eine Möglichkeit, Wasser aufzubereiten; der Vorrat bleibt zu Hause. Die Rechnung finden Sie unter Wasservorrat: wie viel Wasser.

Füllmaterial. Sets mit „250 Teilen“ sind meist aufgebläht: Mini-Werkzeuge, doppelte Teile, Dinge, die niemand benutzt. Eine kurze Liste guter Dinge ist mehr wert als eine lange Liste schwacher.

Einsatzbereit halten

Prüfen Sie den Rucksack zweimal im Jahr: Haltbarkeit von Medikamenten und Lebensmitteln, Batterien. Eine einfache Erinnerung ist die Zeitumstellung Ende März und Ende Oktober.

Keine Lust, alles einzeln zu kaufen? Beide Wege vergleichen wir unter Notfallrucksack kaufen oder selbst packen.

Tipp: Drucken Sie diese Seite aus und haken Sie ab, was Sie schon haben.

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Alles aus diesen Listen, was in einen Rucksack gehört – ausgewählt, getestet und in sieben Modulen geordnet. Für 1–2 Personen.

Zum Rucksack

Auf dieser Website wird nie eine Zahlung verlangt.

Quellen

  1. BBK — Notgepäck
  2. Europäische Kommission — Strategie für eine Union der Krisenvorsorge (26. März 2025)
  3. SGDSN (Frankreich) — Ratgeber „Tous responsables“