Wasservorrat: Wie viel Wasser sollten Sie lagern?
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Wasser ist das Einzige, was sich im Notfall nicht improvisieren lässt. Die gute Nachricht: Die Rechnung ist einfach, und ein Vorrat für drei Tage passt in einen Schrank.
Kurz gesagt
- Das BBK rechnet mit 1,5 Litern zum Trinken plus 0,5 Litern zum Kochen pro Person und Tag.
- Für drei Tage sind das 6 Liter pro Person, für die empfohlenen zehn Tage 20 Liter.
- Verschlossenes Flaschenwasser kühl und dunkel lagern, Haltbarkeit zweimal im Jahr prüfen.
- Entkeimungstabletten oder Filter als Reserve, nicht als Ersatz für den Vorrat.
Die Zahl, die Sie kennen sollten
Laut BBK braucht ein Erwachsener mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag; wer kochen möchte, plant 0,5 Liter zusätzlich ein. Das BBK empfiehlt einen Vorrat für möglichst zehn Tage – mindestens drei Tage helfen aber schon viel. Andere Länder kommen auf dieselbe Größenordnung: Frankreichs Regierungsratgeber nennt 6 Liter pro Person für 72 Stunden.
| Haushalt | 3 Tage (EU-Minimum) | 10 Tage (BBK-Empfehlung) |
|---|---|---|
| 1 Person | 6 L | 20 L |
| 2 Personen | 12 L | 40 L |
| 3 Personen | 18 L | 60 L |
| 4 Personen | 24 L | 80 L |
Wann Sie mehr brauchen
- Hitze und körperliche Arbeit. Bei Hitzewelle oder beim Aufräumen nach einem Unwetter trinkt man mehr.
- Babys, Schwangerschaft, Krankheit. Planen Sie für diese Personen und für Babynahrung zusätzlich.
- Haustiere. Auch sie brauchen Wasser und Futter für mehrere Tage.
- Hygiene. Die Mengen gelten nur für Trinken und Kochen. Wird eine Störung angekündigt, liefern gefüllte saubere Behälter – oder die Badewanne – Wasser zum Waschen und für die Toilette.
Richtig lagern
- Verschlossenes Flaschenwasser ist am einfachsten: lange haltbar, keine Vorbereitung nötig.
- Kühl und dunkel lagern, fern von Putzmitteln und Kraftstoff.
- Rotieren. Prüfen Sie die Haltbarkeit zusammen mit dem restlichen Vorrat – zweimal im Jahr – und trinken Sie die ältesten Flaschen zuerst.
- Wer Leitungswasser lagert, nimmt saubere, lebensmittelechte Behälter, verschließt sie gut und erneuert das Wasser regelmäßig.
- Wenn möglich an zwei Orten lagern: Ein Leck oder ein gebrochenes Regal nimmt dann nicht alles mit.
Wenn der Vorrat leer ist
Als Reserve sind Entkeimungstabletten oder ein kompakter Wasserfilter sinnvoll. Halten Sie sich an Dosierung und Wartezeit auf der Packung, und bedenken Sie: Weder Tabletten noch die meisten Filter entfernen chemische Verunreinigungen.
Warum das Wasser zu Hause bleibt
Sechs Liter pro Person wiegen sechs Kilo. Kein Rucksack trägt drei Tage Wasser für einen ganzen Haushalt und bleibt dabei etwas, das man schnell greift. Deshalb kommen in den Notfallrucksack eine Trinkflasche, ein Faltkanister und eine Möglichkeit zur Aufbereitung – der Vorrat bleibt zu Hause. Mehr dazu in Notgepäck oder Notvorrat.
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